Glasstraße

Die feinste Ferienstraße Deutschlands: „Die Glasstraße"

Feinstes Glas, edler Schliff, funkelnde Kristalle - die Glasstraße
Nirgends finden sich so dicht so viele glasverarbeitende Betriebe und Künstler wie entlang der ostbayerischen Glasstraße. Hier entstehen edle Trinkgläser, Gebrauchs-glas, Scheiben, Vasen, Glastrophäen und Glaskunst. Der Oberpfälzer Wald und der Bayerische Wald sind eines der herausragendsten Glaszentren Europas. Die Tradition der Glashütten reicht Jahrhunderte zurück.
In den letzten zehn Jahren hat sich die Glasstraße zu einer der beliebtesten Ferien- und Ausflugsrouten durch den Oberpfälzer Wald und Bayerischen Wald entwickelt. In vielen Hütten und Manufakturen wird vor den Augen der Besucher gearbeitet. Man kann Glas von der Entstehung, über die Veredlung bis zum letzten Schliff verfolgen. Auch die großen Werke bieten Besucherführungen durch ihre Anlagen. Einkaufen wird zum Erlebnis und jede Glashütte hat ihren eigenen Charakter.

 

Glas ist spannend

Glas befindet sich nach wie vor im Spannungsfeld modernster technischer Glasbe-triebe, jahrhundertealter Glashütten, kreativer moderner Studiokunst in Glas oder mittelalterlicher Kathedralfenster. Hochqualifizierte Spezialisten, Glaskünstler und Glasmacher arbeiten mit dem phantastischen Werkstoff Glas, ein Produkt aus Quarzsand, Soda und Kalk.
Aus Waldsassen in der Oberpfalz fertigt Lamberts Glas als eine der letzten Glashütten der Welt Tafelglas nach altem Mundblasverfahren. Farbige Fensterverglasungen und historische Butzenscheiben werden in die ganze Welt geliefert. Autospiegel kommen meist aus Furth im Wald. Die Firma Flabeg ist Weltmarktführer für Automobilspiegel und stellt neben Spiegelglas auch technisches Glas und Solarglas her. Nachtmann und Spiegelau Glas, die Zwiesel Kristallglas AG (Marken Schott und Zwiesel 1872) oder Theresienthal sind Inbegriff für Trink- und Tischgläser, die weltweit gehandelt werden. Fast eine Million Besucher tauchen jährlich in die Joska Kristallwelt in Bodenmais ein. Damit gehört Joska zu den Hauptattraktionen an der Glasstraße. Das Einkaufserlebnis, die Fülle und Vielfalt stehen aber auch bei Weinfurtner - Das Glasdorf in Arnbruck im Vordergrund. Hier findet man zudem in den Glasdorf-Gärten viele Anregungen für Haus- und Gartenschmuck. Meister ihres Fachs sind die zahlreichen Glaskünstler, die in kleinen Ateliers außergewöhnliche, witzige und kreative Glaskunst entstehen lassen. Theodor Sellner in Lohberg, Erwin Eisch in Frauenau, Klaus Büchler in Spiegelau, Rainer  Metzger  in Zwiesel und Rudolf Schmid in Viechtach-Raubühl oder Glasscherben Köck in Riedlhütte stehen stellvertretend für viele weitere individuelle und phantasiereiche Glaskünstler. Die Glasmanufaktur Freiherr von Poschinger in Frauenau wurde 1568 gegründet und ist damit die älteste Glasmanufaktur des Bayerischen Waldes und fertigt in Handarbeit unter anderem edle Jugendstilgläser. Im Glasmuseum Frauenau begibt man sich auf eine Zeitreise durch die weltweite Kulturgeschichte des Glases und kann viele Ausstellungsstücke bewundern. Das Museum wurde 2005 in einem Neubau eröffnet und gibt Aufschluss über das „gläserne Herz" des Bayerischen Waldes.

 

Der Meister fällt nicht vom Himmel, er kommt aus der Glasfachschule

Die Glaskünstler erstellen auch Spezialanfertigungen und Repliken. Wer ein wertvolles Erbstück reparieren lassen möchte, findet an der Glasstraße Meister ihres Fachs.
Seit über 100 Jahren gibt es in Zwiesel eine Glasfachschule, in der alle Berufe zum Glashandwerk, der Glasgestaltung und der Glastechnik erlernt werden können. In der einzigartigen Lehr- und Versuchsglashütte entstehen wertvolle Unikate, die jährlich bei den Messen „Ambiente" und „Tendence" in Frankfurt und bei verschiedenen Ausstel-lungen in Deutschland gezeigt werden.

 

Drei Straßen der Tischkultur führen durch Ostbayern

Tafelgeschirr aus ästhetischem Glas und feinem Porzellan schmücken mit handge-webtem Leinen den Tisch, um die Köstlichkeiten der Küche in Szene zu setzen. Auf den drei Straße der Tischkultur kann man die entsprechenden handwerklichen Fer-tigkeiten erfahren. An der Weberstraße in Breitenberg und Wegscheid im Unteren Bayerischen Wald sieht man, wie hochwertige Leinenstoffe entstehen. An der Glas-straße und der Porzellanstraße kann man Produktion und Tradition hautnah erleben und hochwertige Gläser und Geschirr im Werksverkauf oder dekorative Schöpfungen beim Künstler erstehen. Rund 80 Prozent des deutschen Porzellans werden in Nord-ostbayern, dem Zentrum der deutschen Porzellanindustrie, hergestellt. Die deutsche Porzellanstraße führt durch Oberfranken über Selb, Marktredwitz in den Oberpfälzer Wald nach Waldsassen, Mitterteich, Tirschenreuth, Neustadt a.d.Waldnaab, Weiden und Vohenstrauß. Die Porzellanherstellung blickt hier auf rund 200 Jahre Tradition zurück und genießt Weltruf. Bauscher, Hutschenreuther, Seltmann Weiden, Villeroy & Boch sind nur ein paar der bekannten Namen.

 

Die Kunst der Herstellung

Porzellan und Glas sind nur mit hohem Energieaufwand und bei Temperaturen bis zu 1400 °C herzustellen. Im Bayerischen Wald und Oberpfälzer Wald wurden die Roh-stoffe Kaolin, Feldspat und Quarz schon vor Jahrhunderten abgebaut. Durch die Rohstoffe und das Holzvorkommen zur Energiegewinnung entwickelte sich hier die lange Tradition der Porzellan- und Glasherstellung.
Die Glasstraße verläuft im Norden rund siebzig Kilometer mit der Porzellanstraße gemeinsam, zieht sich dann aber auf verschiedenen Routen bis zur Dreiflüssestadt Passau. Dort ist das Glasmuseum mit der weltweit größten Sammlung böhmischen Glases ein Muss für den Glasliebhaber.

 

Weiter Informationen finden Sie unter: www.ostbayern-tourismus.de oder www.dieglasstrasse.de

Unsere Öffnungszeiten:
Dienstag ab 18:00 Uhr, Mittwoch bis Sonntag mittags ab 11:30 Uhr und abends ab 18:00 Uhr
Sonntagabend, Montag und Dienstagmittag ist unser Restaurant geschlossen.